Die Kosten für Zahnersatz werden immer seltener von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Aus diesem Grund gehören private Zahnzusatzversicherungen derzeit zu den gefragtesten Policen überhaupt. Die Stiftung Warentest hat diese Zahnzusatzversicherungen kürzlich genauer unter die Lupe genommen und ist insgesamt zu einem positiven Urteil gekommen. 16 von 110 getesteten und allgemein zugänglichen Versicherungsangeboten erhielten sogar das Prädikat „sehr gut“. Allerdings weist Finanztest daraufhin, dass es je nach Zahnzusatzversicherung nicht nur deutliche Unterschiede bei den Leistungen, sondern auch bei den Beiträgen gibt (alle Testergebnisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Finanztest). Experten empfehlen daher, vor einem Versicherungsabschluss die Tarife verschiedener Zahnzusatzversicherungen miteinander zu vergleichen.
Sinn und Zweck von Zahnzusatzversicherungen
Zahnärztliche Leistungen im Rahmen der ganz normalen Zahnbehandlung werden meist von der Krankenkasse übernommen. Der Patient braucht also neben der üblichen Praxisgebühr erst einmal nichts zu bezahlen. Anders sieht es beim Zahnersatz aus. Wer vom Zahnarzt Implantate, Kronen, Brücken, Prothesen oder Inlays eingesetzt bekommt, muss dafür in der Regel ordentlich in die eigene Tasche greifen, denn die Kassen zahlen hier nur einen festen Zuschuss. Mit einigen hundert bis einigen tausend Euro je Zahn müssen die Patienten hier rechnen. An dieser Stelle kommt die private Zahnzusatzversicherung ins Spiel, denn diese Versicherung übernimmt je nach Tarif einen Teil oder sogar alle Kosten für den Zahnersatz. Aus diesem Grund ist es durchaus empfehlenswert, vor einer größeren Zahnbehandlung noch schnell eine Zusatzpolice abzuschließen.
Unterschiede zwischen einzelnen Zahnzusatzversicherungen
Vor dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollte sich der Versicherungsnehmer darüber im Klaren sein, dass nicht jedes Versicherungsunternehmen alle Zahnersatzleistungen zahlt. Üblich ist es unter anderem die jährlichen Leistungen auf eine Höchstsumme zu begrenzen oder bestimmte Arten des Zahnersatzes (z.B. künstliche Inlays) vom Schutz einfach auszuschließen. Ebenso gibt es bestimmte Tarife die den üblichen Kassenzuschuss bereits auf die Leistungssumme anrechnen, während es andere Zahnzusatzversicherungen nicht tun. Wichtig bei der Tarifauswahl ist außerdem die Frage, ob man besonderen Wert auf teure Materialien legt oder ob es ausreichend ist, wenn die Eigenbeteiligung möglichst gering gehalten wird. Es ist zwar nicht zwingend so, dass teure Zahnzusatzversicherungen immer auch die besten Leistungen anbieten, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass besonders leistungsstarke Tarife eben ihren Preis haben.
Abschluss einer Zahnzusatzversicherung über die eigene gesetzliche Krankenkasse
Die meisten gesetzlichen Krankenversicherungen kooperieren mit Anbietern aus dem privaten Bereich, um ihren Versicherten solche Zusatzangebote wie eine private Zahnzusatzversicherung möglichst günstig vermitteln zu können. In der Regel hat jede Krankenkasse aber nur einen Vertragspartner und so ist die Gefahr groß, dass man beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung über die gesetzliche Krankenkasse nicht immer das beste Angebot bekommt. Laut Expertenmeinung können daran selbst kleinere Beitragsnachlässe nichts ändern, die die Krankenkassen den Versicherten gewähren, wenn sie ihr Vertragsangebot annehmen.
Fazit: Eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll und muss nicht teuer sein
Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn man sich vor hohen Kosten beim Zahnersatz schützen möchte. Die Angebote für Zahnzusatzversicherungen auf dem Markt sind zahlreich, die Preis- und Leistungsunterschiede zum Teil gravierend. Aus diesem Grund sollte vor einem Vertragsabschluss zunächst eine umfassende Information zu den Leistungen und Kosten einzelner Policen auf dem Programm stehen (
weitere Informationen und Vergleich zur Zahnzusatzversicherung). Manchmal kann bei bereits bestehenden Zahnzusatzversicherungen auch ein Tarifwechsel sinnvoll sein, allerdings müssen hier unbedingt eventuelle Kündigungsfristen sowie Wartezeiten des neuen Vertrages beachtet werden.
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