Seit jeher steht Gold als Inbegriff für Vermögen und Reichtum - nicht erst seit dem James Bond Abenteuer “Goldfinger”. Auf Grund der Wertbeständigkeit ist das Edelmetall besonders in Krisenzeiten als Vermögensanlage oder gar als Krisenwährung gefragt. So kam es wenig überraschend, dass Goldinvestments nach all den Turbulenzen der Finanzkrise in diesem Jahr einen Höhenflug nach dem anderen starteten. Im März notierte das Edelmetall bereits bei 900 Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm). Als dann im Herbst die Börsen niederrasselten flüchteten viele Anleger in das Edelmetall und zwar so stark und alle auf einmal, dass die Händler kaum noch damit nachkamen, die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen zu befriedigen.

Mittlerweile scheinen sich die Aktienmärkte zumindest etwas beruhigt zu haben, die Kurse an den Weltbörsen steigen wieder leicht an. Nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach Gold dieser Tage zumindest etwas nachgelassen hat. Trotzdem sind die meisten Experten von der Nachhaltigkeit dieses Investments überzeugt und sehen weiterhin vor allem für langfristig orientierte Anleger erhebliches Potenzial dieser Anlageform. Zum einen ist die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden, wer weiß, was da noch auf uns zukommt. Andererseits ist bereits jetzt bekannt, dass die Goldreserven der Erde endlich sind. Demzufolge wird immer eine gewisse Knappheit an dem Edelmetall herrschen und nicht jeder Nachfragewunsch sofort befriedigt werden können. Dies beflügelt die Preise für Gold natürlich.

Trotzdem ist Gold kein Selbstläufer. Die Kurse von Goldanlagen sowie die Goldpreise selbst schwanken ähnlich stark wie die von anderen Investments auch. Besonders gut im Vergleich zum Markt entwickeln sich Goldinvestments eigentlich immer nur in Krisenzeiten. Vor allem die Inflation und die Staatsverschuldung Amerikas haben großen Einfluss auf die Goldpreisentwicklung. Daneben spielt die Entwicklung des Dollarkurses eine wichtige Rolle. Goldanlagen bieten eine gewisse Schutzfunktion für das eigene Depot vor allem gegen steigende Kaufkraftentwertung des Geldes (Inflation). Das funktioniert allerdings nur in einem gut diversifizierten Depot, wenn man Gold nur als Beimischung verwendet und nicht sein ganzes Vermögen in Gold anlegt.

Die am Markt vorhandenem Möglichkeiten, sein Geld in Gold anzulegen, sind reichhaltig. Für welche Anlageform man sich letztendlich entscheiden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielt natürlich die Risikobereitschaft des Anlegers eine Rolle. Der Anlagehorizont und die anderen Finanzanlagen sollten jedoch ebenfalls immer im Blick behalten werden. Generell sollte man sich zu diesem Thema ausführlich von einem Finanzexperten beraten lassen oder sich zumindest umfassend informieren, bevor man irgendeine Anlageentscheidung trifft.

Welche Anlagemöglichkeiten es zum Thema Gold gibt, soll im Folgenden noch einmal stichpunktartig aufgeführt werden:

  • Goldbarren
  • Goldmünzen
  • Aktien von Goldminenbetreibern
  • Zertifikate auf Goldprodukte
  • Goldterminkontrakte (z. B. Exchange Traded Commodities ETC)
  • Investmentfonds, die in Goldaktien oder Goldterminkontrakte investieren

Das Risikoprofil dieser Anlageformen ist verschieden. Am sichersten sind wahrscheinlich Investmentfonds, weil sie durch die Streuung über verschiedene Anlagen das Risiko verringern können. Aktien und auch Terminkontrakte bergen durchaus ein gewisses Marktrisiko, zum Beispiel dann, wenn einzelne Minenbetreiber in Schwierigkeiten geraten, der Einstiegszeitpunkt oder die Laufzeit bei Terminkontrakten ungünstig gewählt wurde. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass Gold selbst - anders als andere Investments - keine regelmäßigen Erträge wie Zinsen abwirft. Goldminenunternehmen zahlen auf ihre Aktien zwar Dividenden, diese müssen allerdings nicht unbedingt sehr hoch oder gar mit den marktüblichen Dividenden anderer Branchen vergleichbar sein.

Gold zeichnet sich also nicht unbedingt durch hohe kurzfristige Ertragschancen aus, sondern vor allem durch langfristige Wertbeständigkeit. Aber genau deswegen ist es ja so beliebt…

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